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Häufig gestellte Fragen zur Umsatzsteuer

Haben Sie Fragen zur Umsatzsteuer? Im nachfolgenden FAQ-Abschnitt finden Sie eine Auflistung allgemeiner Fragen. Können Sie keine Antworten auf Ihre Fragen finden? Besuchen Sie unser Verkäuferforum oder kontaktieren Sie den Verkäuferservice (Zugang zu Seller Central erforderlich).

1. Umsatzsteuer in der EU

1.1 Was die Umsatzsteuer ist und wie sie funktioniert

Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist eine Verbrauchssteuer. Sie wird auf geschäftliche Transaktionen, Importe und den Warenverkehr zwischen EU-Ländern erhoben.

Nachfolgend sind die Schwellenwerte für die Umsatzsteuerregistrierung im Fernabsatz (Distanzhandel) und die inländischen Schwellenwerte für Unternehmen mit einem Geschäftssitz in dem Land aufgeführt.

VAT Thresholds1


 

Threshold for distance selling4

Threshold for businesses established in the UK5

National currency

Euro equivalent

National currency

Euro equivalent

United Kingdom

£70,000

€89,493

£83,000

€106,114

Germany

€100,000

€17,500

France2

€35,000

€82,200 or €42,600 or €32,900

Italy3

€35,000

€50,000 or €45,000 or €40,000 or €30,000 or €25,000

Spain

€35,000

none

Poland

PLN 160,000

€37,300

PLN 150,000

€34,969

Czech Republic

CZK 1,140,000

€42,153

CZK 1,000,000

€36,977

Umsatzsteuerschwellen1

 

Schwellenwert für den Fernabsatz (Distanzhandel)4

Schwellenwert für Unternehmen mit einem Geschäftssitz im binnenmarkt5

Landeswährung

Umgerechnet in Euro

Landeswährung

Umgerechnet in Euro

Vereinigtes Königreich

£70,000

€89,493

£83,000

€106,114

Deutschland

€100,000

 

€17,500

 

Frankreich2

€35,000

 

€82,200 oder €42,600 oder €32,900

 

Italien3

€35,000

 

€50,000 oder €45,000 oder €40,000 oder €30,000 oder €25,000

 

Spanien

€35,000

 

keine

 

Polen

PLN 160,000

€37,300

PLN 150,000

€34,969

Tschechische Republik

CZK 1,140,000

€42,153

CZK 1,000,000

€36,977

Die Informationen in dieser Tabelle wurden am 12.08.2016 von der Europäischen Kommission bezogen.

2, 3  Bitte beachten Sie, dass die nationalen Schwellenwerte in Frankreich und Italien von Ihren geschäftlichen Verhältnissen abhängen. Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Steuerberater zu wenden.

4, 5 Bitte beachten Sie, dass die Schwellenwerte nicht gelten, wenn Sie keinen Geschäftssitz (Niederlassung) in einem Land haben und Waren in das Land transferieren und dort lagern und verkaufen. Sie müssen dann unverzüglich Ihre Umsatzsteuer-Registrierungssituation klären.

Um Umsatzsteuer in Rechnung stellen zu können, müssen Sie umsatzsteuerlich registriert sein und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) erhalten haben (s. den nachfolgenden Abschnitt zu den Anforderungen der Umsatzsteuerregistrierung)

Sobald Sie umsatzsteuerlich registriert sind, unterliegen Sie dem Umsatzsteuerrecht des Landes, in dem Sie registriert sind. Dies bedeutet normalerweise, dass Sie (wo zutreffend) bei Ihren Verkäufen die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) mit in Rechnung stellen und diese Umsatzsteuer auf einer rechtskonformen Rechnung ausweisen müssen (bitte wenden Sie sich bezüglich spezifischem Rat zu den Anforderungen der Rechnungsstellung an Ihren Steuerberater).

Der Umsatzsteuerbetrag, den Sie Ihren Kunden berechnet haben und einer lokalen Steuerbehörde schuldig sind, kann mit der Umsatzsteuer verrechnet werden, die bei Ihren geschäftlichen Käufen bzw. Kosten angefallen ist (bitte informieren Sie sich bei einem Steuerberater darüber, auf welche Ausgaben die Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer rückvergütet werden kann). Wenn Ihnen zum Beispiel bei einem Kauf deutsche Umsatzsteuer einschließlich Einfuhrumsatzsteuer berechnet wurde, können Sie diesen Betrag in einer deutschen Umsatzsteuererklärung mit der Umsatzsteuer verrechnen, die auf Ihre deutschen Verkäufe anfällt.

Der an die Steuerbehörde zu zahlende Umsatzsteuerbetrag ist der Nettowert Ihrer deutschen Ausgangsumsatzsteuer (auf Verkäufe) abzüglich des Betrags Ihrer deutschen Eingangsumsatzsteuer bzw. Vorsteuer (Käufe), der erstattungsfähig ist.

Denken Sie bitte daran, sich über die Umsatzsteuermeldepflichten und die Anforderungen zur Rechnungsstellung mit Umsatzsteuer in jedem Land, in dem Sie sich registrieren, zu informieren. Obwohl diese Anforderungen ähnlich sind, kann es doch beträchtliche Unterschiede geben. Bitte beachten Sie den nachfolgenden Abschnitt 1.5 bezüglich der Rechnungsstellung mit Umsatzsteuer.

Gemäß EU-Recht muss der Standard-USt-Satz mindestens 15 % und der ermäßigte USt-Satz mindestens 5 % betragen. Die tatsächlich geltenden Steuersätze unterscheiden sich zwischen den verschiedenen EU-Ländern und zwischen bestimmten Produktarten. Außerdem haben bestimmte EU-Länder separate Regelungen in bestimmten Bereichen beibehalten.

Die zuverlässigste Informationsquelle zum aktuellen USt-Satz für ein bestimmtes Produkt in einem bestimmten Land der EU ist die Umsatzsteuerbehörde des betreffenden Landes. Möglicherweise werden Sie die Hilfe eines Steuerberaters benötigen, um den anzuwendenden Umsatzsteuersatz zu ermitteln.

Wenn Sie Waren in mehreren EU-Ländern lagern, in diese Länder transferieren oder in diesen Ländern verkaufen, müssen Sie sich möglicherweise auch in diesen Ländern für die Umsatzsteuer registrieren. Falls dies zutrifft, müssen Sie möglicherweise in mehr als einem Land Umsatzsteuererklärungen abgeben.

Die Anforderungen der umsatzsteuerlichen Registrierung in mehreren Ländern sind komplex. Wir empfehlen Ihnen daher, sich an einen Steuerberater zu wenden, insbesondere wenn Sie Waren in mehr als einem EU-Land lagern oder im grenzüberschreitenden Fernabsatz bzw. Distanzhandel tätig sind (s. den nachfolgenden Abschnitt).

In vielen EU-Ländern erwarten Kunden eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer-Rechnung). Sie können gemäß Umsatzsteuergesetzgebung des Landes, aus dem Sie Ihre Waren versenden und in dem der Kunde ansässig ist, zur Ausstellung eine Mehrwertsteuer-Rechnung verpflichtet sein – und die Erwartungen der Kunden gehen normalerweise über gesetzliche Anforderungen hinaus. Zum Beispiel erwarten Kunden in Deutschland und Italien oft eine Rechnung für hochwertige Artikel.

Wenn Sie Ihre Produkte in der EU verkaufen, müssen Sie Ihren Kunden möglicherweise Umsatzsteuer in Rechnung stellen. Ist dies der Fall, müssen Sie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen, Umsatzsteuererklärungen abgeben und die von Ihren Kunden erhobene Umsatzsteuer an die Steuerbehörde abführen.

In den meisten Ländern der EU können Sie sich auf der Website der Steuerbehörde online für das jeweilige Land registrieren. Die meisten dieser Websites bieten die Informationen zur Umsatzsteuer auch in Englisch an. Auf den Websites ist üblicherweise ein Online-Registrierungsformular oder ein PDF-Formular verfügbar, das Sie herunterladen, ausfüllen und per Post zurücksenden können. Falls die Online-Registrierung nicht möglich ist, können Sie herausfinden, wohin Sie sich wenden müssen, um eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zu beantragen. Nachdem Sie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragt haben, werden Sie eventuell Formulare erhalten, die Sie unterschreiben und auf dem Postweg zurücksenden müssen.

Die umsatzsteuerliche Registrierung kann verschiedene Konformitätspflichten, wie zum Beispiel die Abgabe von Umsatzsteuererklärungen und die Ausstellung rechtskonformer Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer-Rechnungen), zur Folge haben.

1.2 Umsatzsteuerkonzepte

Fernabsatz findet statt, wenn Sie Waren aus einem EU-Land an Privatpersonen in einem anderen EU-Land verkaufen und liefern. Gemäß den allgemeinen Umsatzsteuerregelungen der EU unterliegen solche Warenverkäufe dem Umsatzsteuersatz des Landes, aus dem verkauft und versandt wird. Dies widerspricht den Grundlagen der Umsatzsteuer, nach denen die Umsatzsteuer im Land des Verbrauchers erhoben werden sollte. Die Umsatzsteuerregelungen für den grenzüberschreitenden Fernabsatz stellen sicher, dass die Umsatzsteuer im Land des Verbrauchers erhoben wird, sobald die B2C-Verkäufe in ein EU-Land (aus einem anderen EU-Land) einen bestimmten Wert überschreiten.

Dieser Wert, der auch als Schwellenwert für den grenzüberschreitenden Fernabsatz oder Fernabsatz-Schwellenwert bezeichnet wird, ist ein Wert in Euro, der von jedem EU-Land festgelegt wird. Wenn Ihre Fernabsatz-Umsatzerlöse den Schwellenwert des Landes überschreiten, müssen Sie sich in diesem Land umsatzsteuerlich registrieren und die dortige Umsatzsteuer in Rechnung stellen. Gemäß den Regelungen für den grenzüberschreitenden Fernabsatz können Sie sich dazu entscheiden, vom Beginn Ihrer Verkaufsaktivitäten an die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes zu berechnen. Beispiel: Wenn Sie Waren in Deutschland lagern und diese an Privatkunden in Frankreich verkaufen, müssen Sie den Fernabsatz-Schwellenwert in Frankreich berücksichtigen, unabhängig davon, ob sich Ihr Geschäftssitz außerhalb der EU befindet. Der Unterschied beim Geschäftssitz wirkt sich nur auf die Anforderungen der umsatzsteuerlichen Registrierung in Deutschland aus, d. h. wenn Sie Waren in Deutschland lagern, unterliegen Sie denselben Regelungen bezüglich Umsatzsteuererklärungen wie ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland.

Um zu ermitteln, ob Sie sich gemäß den Fernabsatz-Regelungen umsatzsteuerlich registrieren müssen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Steuerberater zu wenden.

Der Geschäftssitz umfasst:

  • den Hauptgeschäftssitz, d. h. die Adresse, von der aus Sie Ihre täglichen Geschäftsaktivitäten abwickeln, oder
  • eine feste Niederlassung – dabei kann es sich um ein Büro (ein anderes als der Hauptgeschäftssitz), das Büro eines Vertreters oder ein Lager handeln, in dem Sie Waren für den Verkauf lagern.

Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Steuerberater mit Erfahrungen in der deutschen Umsatzsteuer zu wenden, um zu verstehen, ob Sie einen Geschäftssitz in Deutschland haben.

Für die Zwecke dieser FAQs betrachten wir einen B2C-Kunden als eine Person, die nicht umsatzsteuerlich registriert oder zu dieser Registrierung verpflichtet ist. Dazu zählen Privatpersonen, öffentliche Einrichtungen, Wohltätigkeitsorganisationen und Unternehmen, die nicht registriert sind, weil ihr Umsatz unter der Schwelle für die Umsatzsteuerregistrierung liegt oder deren Aktivitäten vollständig von der Umsatzsteuer befreit sind (z. B. eine Gesundheitsbehörde) oder außerhalb des Anwendungsbereichs der Umsatzsteuer liegen (z. B. eine Körperschaft des öffentlichen Rechts).

Für die Zwecke dieser FAQs betrachten wir einen B2B- oder Geschäftskunden als eine juristische oder natürliche Person, die Waren und Leistungen im Zusammenhang mit ihren umsatzsteuerpflichtigen Geschäftsaktivitäten kauft. Zu umsatzsteuerpflichtigen Geschäftsaktivitäten zählen unter anderem:

  • Weiterverkauf erworbener Waren und/oder Leistungen an eigene Kunden
  • Verwendung der Waren und/oder Leistungen im eigenen Produktionsprozess (Fertigung)
  • Verwendung der Waren und/oder Leistungen im eigenen Büro für Geschäftszwecke

Für die Zwecke dieser FAQs gehen wir davon aus, dass ein B2B-Kunde Ihnen seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nennen kann.

2. Umsatzsteuer in Deutschland 

2.1 Wie funktioniert die deutsche Umsatzsteuer?

Wenn Sie eine deutsche Mehrwertsteuer-Rechnung ausstellen müssen, muss diese gemäß rechtlicher Vorschriften ein Minimum an Informationen enthalten. Diese Informationen sind:

  • Name und Adresse des Lieferanten;
  • Name und Adresse des Empfängers der Lieferung;
  • Ausstellungsdatum der Rechnung;
  • Rechnungsnummer (fortlaufende Nummerierung);
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des Lieferanten und des Kunden, sofern Letzterer umsatzsteuerlich registriert ist;
  • Menge und Handelsbezeichnung der gelieferten Waren oder Dienstleistungen;
  • Datum (mindestens den Kalendermonat) der Lieferung und Datum des Eingangs von Anzahlungen (falls bekannt);
  • das Entgelt (Nettobetrag ohne Umsatzsteuer), aufgeschlüsselt nach Posten mit Standard- und ermäßigtem Umsatzsteuer-Satz sowie Steuerbefreiung;
  • Preisnachlass (falls zuvor vereinbart); und
  • der Umsatzsteuerbetrag mit angewandtem USt-Satz oder, falls eine Steuerbefreiung vorliegt, ein Hinweis darauf, dass das Entgelt von der Umsatzsteuer befreit ist (z. B. im Fall der innergemeinschaftlichen Lieferung oder der Exportlieferung von Waren).

Wenn Sie in Deutschland umsatzsteuerlich registriert sind und Waren im Inland verkaufen, müssen Sie Ihren Kunden die deutsche Umsatzsteuer in Rechnung stellen (s. den nachfolgenden Abschnitt bezüglich der USt-Sätze, die Sie gegebenenfalls berechnen müssen). Dies wird auch als Ausgangsumsatzsteuer bezeichnet.

Wenn Sie an einen Geschäftskunden (B2B-Kunden) in Deutschland verkaufen, sind Sie verpflichtet, eine zum Umsatzsteuergesetz konforme Rechnung auszustellen (s. den obigen Abschnitt bezüglich Details zu Umsatzsteuer-Rechnungen). Wenn Sie an private Verbraucher (B2C-Kunden) verkaufen, sind Sie rechtlich nicht verpflichtet, für inländische Lieferungen in Deutschland eine rechtskonforme Umsatzsteuer-Rechnung auszustellen; es ist jedoch gängige Praxis, eine solche Rechnung auf Anfrage bereitzustellen. Im Fall des grenzüberschreitenden Fernabsatzes an deutsche Privatkunden (aus Lagerbestand in einem anderen EU-Land) ist immer eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer erforderlich.

Die Umsatzsteuer, die Sie auf Ihre Verkäufe erheben, wird dem lokalen Finanzamt mittels einer Umsatzsteuererklärung mitgeteilt, die normalerweise vierteljährlich eingereicht wird. Der Umsatzsteuerbetrag, den Sie dem lokalen Finanzamt schuldig sind, kann mit der Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer verrechnet werden, die bei Ihren Käufen/Kosten anfällt (d h. wo Ihnen deutsche Umsatzsteuer einschließlich Einfuhrumsatzsteuer berechnet wurde). Dies wird auch als Eingangsumsatzsteuer bezeichnet. Der an das Finanzamt zu zahlende Umsatzsteuerbetrag ist der Nettowert Ihrer Ausgangsumsatzsteuer abzüglich des Betrags der Eingangsumsatzsteuer, der erstattungsfähig ist.

Die vorstehenden Informationen bieten einen eingeschränkten, allgemeinen Überblick. Wir empfehlen Ihnen, sich bezüglich der Erstellung und Einreichung Ihrer Umsatzsteuererklärungen an einen Steuerberater zu wenden.

Wenn Sie Waren grenzüberschreitend aus einem Lagerbestand in Deutschland an Privatkunden (B2C-Kunden) in anderen EU-Ländern verkaufen (Beispiel: Sie verkaufen aus Deutschland in ein anderes Land der EU) und im Land des Empfängers noch nicht umsatzsteuerlich registriert sind, haben Sie die deutsche Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen. In diesem Fall müssen Sie die Umsatzsteuer in gleicher Weise berechnen und melden wie für Ihre inländischen Verkäufe (s. den obigen Abschnitt). Bitte beachten Sie, dass Sie für grenzüberschreitende Verkäufe, die der deutschen Umsatzsteuer unterliegen, immer eine zum deutschen Umsatzsteuergesetz konforme Rechnung ausstellen müssen.

Wenn Sie jedoch in einem anderen EU-Land den Schwellenwert für den grenzüberschreitenden Fernabsatz überschreiten, müssen Sie sich in diesem Land für die Umsatzsteuer registrieren. Das bedeutet, dass Sie bei dieser Art von Verkäufen nicht mehr die deutsche Umsatzsteuer, sondern die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes in Rechnung stellen müssen. Wenn Sie zum Beispiel Waren in Deutschland lagern und mit dem Verkauf dieser Artikel an Privatkunden in Frankreich beginnen, müssen Sie die deutsche Umsatzsteuer berechnen. Sobald deutlich wird, dass Sie den Fernabsatz-Schwellenwert in Frankreich überschreiten werden, müssen Sie bei den französischen Steuerbehörden einen Antrag auf umsatzsteuerliche Registrierung in Frankreich stellen. Sie müssen dann bei Verkäufen an Privatkunden in Frankreich die französische Umsatzsteuer berechnen (d. h. französische Umsatzsteuer-Rechnungen ausstellen und französische Umsatzsteuererklärungen einreichen).

Im Rahmen des Fernabsatzes bzw. Distanzhandels können Sie sich auch dazu entscheiden, Ihre Verkäufe im Bestimmungsland der Lieferungen zu versteuern (bevor Sie den Fernabsatz-Schwellenwert überschreiten). Wird diese Wahl getroffen, muss die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes erhoben werden (statt der deutschen Umsatzsteuer) und es gelten dann die Anforderungen dieses Landes in Bezug auf die Rechnungsstellung.

Wenn Sie die Waren vor dem Verkauf im EU-Land des Verbrauchers lagern, gilt dies nicht als Fernabsatz. Ein Beispiel: Wenn Sie an französische Kunden verkaufen und diese Käufer mit Waren beliefern, die schon in Frankreich lagern, tätigen Sie einen Inlandsverkauf in Frankreich und müssen sich folglich in Frankreich umsatzsteuerlich registrieren.

Wenn Sie an Geschäftskunden (B2B-Kunden) in einem anderen EU-Land verkaufen, müssen Sie keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen, wenn eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt ist. In Deutschland sind dies folgende Voraussetzungen, wie auf der Website der Steuerbehörde ausgeführt:

  • Für Lieferung aus Deutschland an einen Kunden in einem anderen EU-Land beträgt die Umsatzsteuer 0 %, wo:
  • Sie auf Ihrer Umsatzsteuer-Rechnung die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer Ihres Kunden einschließlich der aus 2 Buchstaben bestehenden Landeskennung angeben und
  • die Waren aus Deutschland an einen Zielort in einem anderen EU-Land gesendet oder transportiert werden und
  • Sie einen rechtsgültigen kommerziellen Nachweis erhalten und aufbewahren, aus dem hervorgeht, dass die Waren innerhalb der vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) festgelegten Fristen Deutschland verlassen haben.

Es gibt eine Anzahl weiterer Voraussetzungen, die zu erfüllen sind, wie zum Beispiel zusätzliche spezifische Anforderungen bezüglich der Rechnungsstellung. Deshalb empfehlen wir Ihnen, einen Steuerberater zu konsultieren, bevor Sie Verkäufe an Geschäftskunden in einem anderen Land der EU tätigen.

Außerdem müssen weitere ergänzende Dokumente eingereicht werden, wie zum Beispiel eine Zusammenfassende Meldung (ein regelmäßiger Bericht an die Steuerbehörde, in dem die gesamten innergemeinschaftlichen Verkäufe aus Deutschland an umsatzsteuerlich registrierte Kunden in anderen EU-Ländern aufgeführt werden).

Sobald Sie umsatzsteuerlich registriert sind und Sie im Zuge Ihrer geschäftlichen Aktivitäten deutsche Umsatzsteuer entrichten, können Sie diese Umsatzsteuer über Ihre Umsatzsteuererklärung rückvergütet bekommen, d. h. die bei Ihren Käufen/Kosten angefallene Umsatzsteuer kann mit der Umsatzsteuer verrechnet werden, die für Ihre Verkäufe fällig ist. Umsatzsteuer, die auf Kosten anfällt, wird Eingangsumsatzsteuer genannt. Es besteht die Möglichkeit der Umsatzsteuererstattung außerhalb des deutschen USt-Erstattungsprozesses, wenn Sie keinen Geschäftssitz in Deutschland haben und sich nicht in Deutschland registrieren müssen. Falls dies auf Sie zutrifft, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Steuerberater zu wenden, um Einzelheiten bezüglich der zu erfüllenden Formalitäten zu erfahren.

Wenn Sie Waren in Deutschland verkaufen, hängt der Prozentsatz der Umsatzsteuer von der Art der von Ihnen verkauften Waren ab. Derzeit sind die geltenden Umsatzsteuersätze 19 %, 7 % oder 0 %. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die überwiegende Mehrheit der in Deutschland verkauften Waren dem Steuersatz von 19 % unterliegt. Bitte wenden Sie sich an Ihren Steuerberater, wenn Sie nicht sicher sind, welchen Steuersatz Sie bei Ihren Produkten anwenden müssen.

2.2. Unternehmen, die außerhalb der EU ansässig sind

Falls Sie Waren in die EU für den Weiterverkauf importieren, müssen Sie Einfuhrumsatzsteuer (und möglicherweise Einfuhrzoll) an die Steuerbehörden des Landes abführen, in das die Waren eingeführt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie sich umsatzsteuerlich registrieren müssen, wenn Sie Waren in einem EU-Land lagern. Es gibt viele Möglichkeiten, die Einfuhrumsatzsteuer zu strukturieren und zu bezahlen. Falls Sie hierzu eine ausführlichere Beratung benötigen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Steuerberater mit Erfahrungen in der deutschen Umsatzsteuer zu wenden.

Tipp: Wenn Sie auf mehreren europäischen Amazon Marketplace-Sites verkaufen, beachten Sie bitte, dass Sie in verschiedenen EU-Ländern umsatzsteuerpflichtig sein können und daher möglicherweise verschiedene Umsatzsteuer-Identifikationsnummern in verschiedenen Ländern beantragen müssen. Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihren umsatzsteuerlichen Pflichten in der EU an Ihren Steuerberater.

Wenn Sie Waren in Deutschland lagern und diese Waren an Kunden verkaufen und liefern, die in Deutschland ansässig sind, müssen Sie sich unverzüglich in Deutschland umsatzsteuerlich registrieren (ab dem Augenblick, in dem die Waren in Deutschland eintreffen). Bitte beachten Sie, dass ein außerhalb der EU ansässiges Unternehmen eventuell auch einen deutschen Steuervertreter ernennen muss. In gleicher Weise verhält es sich, wenn Sie Waren in einem anderen EU-Land lagern. Dann müssen Sie sich auch in diesem Land für die Umsatzsteuer registrieren.

Wenn Sie Waren in Deutschland lagern und diese Waren an Kunden verkaufen und liefern, die nicht in Deutschland ansässig sind, müssen Sie sich sofort umsatzsteuerlich registrieren. Der Grund dafür ist, dass der inländische Schwellenwert für die Umsatzsteuerregistrierung in Deutschland nur für Personen gilt, die einen Geschäftssitz in Deutschland haben. Bitte beachten Sie, dass ein außerhalb der EU ansässiges Unternehmen eventuell auch einen deutschen Steuervertreter ernennen muss. Wenn Sie Waren in Deutschland lagern und diese Waren an Privatpersonen in anderen EU-Ländern verkaufen und liefern (dies wird oft als grenzüberschreitender Fernabsatz bezeichnet), müssen Sie sich möglicherweise auch in den EU-Ländern für die Umsatzsteuer registrieren, in denen die Waren in Empfang genommen werden. Näheres über die geltenden Fernabsatz-Schwellenwerte in den verschiedenen EU-Ländern erfahren Sie in Abschnitt 1.1 der Umsatzsteuer-FAQ.

Falls Sie Waren in die EU für den Weiterverkauf importieren, müssen Sie Einfuhrumsatzsteuer (und möglicherweise Einfuhrzoll) an die Steuerbehörden des Landes abführen, in das die Waren eingeführt werden. Es gibt viele Möglichkeiten, die Einfuhrumsatzsteuer zu strukturieren und zu bezahlen. Falls Sie hierzu eine ausführlichere Beratung benötigen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Steuerberater mit Erfahrungen in der deutschen Umsatzsteuer zu wenden.

2.3. Unternehmen, die in einem EU-Land ansässig sind

Wenn Sie Produkte aus einem EU-Mitgliedstaat in einen anderen verkaufen, sollten Sie sich bewusst sein, dass der Steuersatz von Land zu Land verschieden sein kann. Wenn Sie Ihre Waren in einem Land der EU lagern, müssen Sie sich in diesem EU-Land umsatzsteuerlich registrieren, sobald Ihr Umsatz den Schwellenwert für die Umsatzsteuerregistrierung übersteigt (sofern es einen solchen Schwellenwert gibt). Wenn Sie außerdem Ihre eigenen Waren aus einem Land der EU in ein anderes EU-Land transferieren oder wenn Versand durch Amazon Ihre Waren aus einem Logistikzentrum in ein anderes Land überführt, wo Ihre Produkte gelagert werden, kann dieser Transfer ebenfalls als umsatzsteuerpflichtige Transaktion behandelt werden. Sie sind dafür verantwortlich, allen geltenden Umsatzsteuerpflichten in den Ländern der Amazon Marketplace-Websites, in Ländern, aus denen Sie Ihre Produkte versenden, in Ländern, in Sie Ihre Produkte liefern bzw. versenden, sowie in weiteren Ländern (z. B. Einfuhrland im Fall des Imports von Produkten von außerhalb der EU) nachzukommen.

Bitte beachten Sie hierzu auch den vorstehenden Abschnitt über den grenzüberschreitenden Fernabsatz.

Tipp: Wenn Sie auf mehreren europäischen Amazon Marketplace-Sites verkaufen, beachten Sie bitte, dass Sie in verschiedenen EU-Ländern umsatzsteuerpflichtig sein können und daher möglicherweise verschiedene Umsatzsteuer-Identifikationsnummern in verschiedenen Ländern beantragen müssen. Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihren umsatzsteuerlichen Pflichten in der EU an Ihren Steuerberater.

Wenn Sie Waren in Deutschland lagern und diese Waren ausschließlich an Kunden verkaufen und liefern, die in Deutschland ansässig sind, müssen Sie sich umsatzsteuerlich registrieren, sobald Ihre Verkäufe den deutschen Schwellenwert für die Umsatzsteuerregistrierung überschreiten.

Wenn Sie Waren in Deutschland lagern und diese Waren an Verbraucher in anderen EU-Ländern verkaufen und liefern (dies wird oft als grenzüberschreitender Fernabsatz bezeichnet), müssen Sie sich möglicherweise auch in den EU-Ländern für die Umsatzsteuer registrieren, in denen die Waren in Empfang genommen werden. Näheres über die geltenden Fernabsatz-Schwellenwerte in den verschiedenen EU-Ländern erfahren Sie in Abschnitt 1.1 der Umsatzsteuer-FAQ.

Wenn Sie Waren in einem anderen Land der EU lagern und diese Waren an Privatpersonen verkaufen, die in Deutschland ansässig sind, müssen Sie sich in Deutschland für die Umsatzsteuer registrieren, wenn Sie den deutschen Fernabsatz-Schwellenwert überschreiten. Falls Sie Waren in einem anderen EU-Land lagern und Ihre eigenen Waren an einen Lagerort in Deutschland transferieren (entweder unter Ihrer eigenen Regie oder via Amazon), kann sich die Notwendigkeit der Umsatzsteuerregistrierung in Deutschland ergeben.

3. Umsatzsteuer im Vereinigten Königreich (Großbritannien)

3.1 Wie funktioniert die Umsatzsteuer im Vereinigten Königreich (Großbritannien)?

Wenn Sie eine britische Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ausstellen müssen, muss diese gemäß rechtlicher Vorschriften ein Minimum an Informationen enthalten. Dabei handelt es sich um folgende Informationen, wie auf der HMRC-Website angegeben:

  • Eine fortlaufende Nummer auf der Basis einer oder mehrerer Rechnungsnummernserien, die das Dokument eindeutig identifiziert
  • Den Zeitpunkt der Lieferung (Tax Point)
  • Das Ausstellungsdatum des Dokuments (sofern sich dieses vom Zeitpunkt der Lieferung unterscheidet)
  • Ihren Namen, Adresse und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer – Sie können eine Rechnung unter einem Handelsnamen ausstellen, Ihre offizielle Firmenbezeichnung und vollständige Firmenanschrift müssen aber an einer beliebigen Stelle auf dem Dokument erscheinen
  • Den Namen und die Anschrift der Person (Kunde), die die Waren oder Leistungen erhalten hat
  • Eine Beschreibung, die ausreicht, die gelieferten Waren oder Leistungen eindeutig zu identifizieren
  • Für jede Beschreibung die Menge der Waren oder den Umfang der Leistungen sowie den Umsatzsteuersatz und den zu zahlenden Betrag ohne Umsatzsteuer in einer beliebigen Währung
  • Den zahlbaren Brutto-Gesamtbetrag exklusive Umsatzsteuer in einer beliebigen Währung
  • Den Prozentsatz eines angebotenen Entgelt-Nachlasses (Skonto oder Rabatt)
  • Den Gesamt-Umsatzsteuerbetrag in GBP (Pfund Sterling)
  • Den Preis pro Einheit
  • Den Grund für den Umsatzsteuersatz 0 % oder einen reduzierten Satz

Wenn Sie im Vereinigten Königreich umsatzsteuerlich registriert sind und Waren in dem Land verkaufen, müssen Sie Ihren Kunden die britische Umsatzsteuer in Rechnung stellen (s. den nachfolgenden Abschnitt bezüglich der Umsatzsteuersätze, die Sie gegebenenfalls berechnen müssen). Dies wird auch als Ihre Ausgangsumsatzsteuer bezeichnet.

Wenn Sie an einen Geschäftskunden (B2B-Kunden) im Vereinigten Königreich verkaufen, sind Sie verpflichtet, eine Umsatzsteuer-Rechnung auszustellen (s. den nachfolgenden Abschnitt bezüglich Details zu Umsatzsteuer-Rechnungen). Wenn Sie an private Verbraucher (B2C-Kunden) verkaufen, sind Sie rechtlich nicht verpflichtet, für inländische Lieferungen im Vereinigten Königreich eine rechtskonforme Umsatzsteuer-Rechnung auszustellen; es ist jedoch gängige Praxis, eine solche Rechnung auf Anfrage bereitzustellen. Im Fall des grenzüberschreitenden Fernabsatzes an britische Privatkunden (aus Lagerbestand in einem anderen EU-Land) ist immer eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer erforderlich.

Die Umsatzsteuer, die Sie auf Ihre Verkäufe erheben, wird der HMRC mittels einer Umsatzsteuererklärung mitgeteilt, die normalerweise vierteljährlich eingereicht wird. Der Umsatzsteuerbetrag, den Sie der HMRC schuldig sind, kann mit der Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer verrechnet werden, die bei Ihren Käufen/Kosten anfällt (d. h. wo Ihnen britische Umsatzsteuer einschließlich Einfuhrumsatzsteuer berechnet wurde). Dies wird auch als Eingangsumsatzsteuer bezeichnet. Der an die HMRC zu zahlende Umsatzsteuerbetrag ist der Nettowert Ihrer Ausgangsumsatzsteuer abzüglich des Betrags der Eingangsumsatzsteuer, der erstattungsfähig ist.

Diese Informationen bieten einen sehr allgemeinen Überblick. Wir empfehlen Ihnen, sich bezüglich der Erstellung und Abgabe Ihrer Umsatzsteuererklärungen an einen Steuerberater zu wenden.

Wenn Sie Waren grenzüberschreitend aus einem Lagerbestand im Vereinigten Königreich an Privatkunden (B2C-Kunden) in andere EU-Länder verkaufen (Beispiel: Sie verkaufen aus Deutschland in ein anderes Land der EU) und im Land des Empfängers noch nicht umsatzsteuerlich registriert sind, müssen Sie die britische Umsatzsteuer in Rechnung stellen. In diesem Fall müssen Sie die Umsatzsteuer in gleicher Weise berechnen und melden wie für Ihre Inlandsverkäufe im Vereinigten Königreich (s. den obigen Abschnitt). Bitte beachten Sie, dass Sie für grenzüberschreitende Verkäufe, die der Umsatzsteuer des Vereinigten Königreichs unterliegen, immer eine zum britischen Umsatzsteuerrecht konforme Rechnung ausstellen müssen.

Wenn Sie jedoch in einem anderen EU-Land den Schwellenwert für den grenzüberschreitenden Fernabsatz überschreiten, müssen Sie sich in diesem Land für die Umsatzsteuer registrieren. Das bedeutet, dass Sie bei dieser Art von Verkäufen nicht mehr die Umsatzsteuer des Vereinigten Königreichs, sondern die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes in Rechnung stellen müssen. Wenn Sie zum Beispiel Waren im Vereinigten Königreich lagern und mit dem Verkauf dieser Artikel an Privatkunden in Frankreich beginnen, müssen Sie die britische Umsatzsteuer berechnen. Sobald deutlich wird, dass Sie den Fernabsatz-Schwellenwert in Frankreich überschreiten werden, müssen Sie bei den französischen Steuerbehörden einen Antrag auf umsatzsteuerliche Registrierung in Frankreich stellen. Sie müssen dann bei Verkäufen an Privatkunden in Frankreich die französische Umsatzsteuer berechnen (d. h. französische Umsatzsteuer-Rechnungen ausstellen und französische Umsatzsteuererklärungen einreichen).

Im Rahmen des Fernabsatzes bzw. Distanzhandels können Sie sich auch dazu entscheiden, Ihre Verkäufe im Bestimmungsland der Lieferungen zu versteuern (bevor Sie den Fernabsatz-Schwellenwert überschreiten). Wird diese Wahl getroffen, muss die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes erhoben werden (statt der Umsatzsteuer des Vereinigten Königreichs) und es gelten dann die Anforderungen dieses Landes in Bezug auf die Rechnungsstellung. 

Wenn Sie die Waren vor dem Verkauf im EU-Land des Verbrauchers lagern, gilt dies nicht als Fernabsatz. Ein Beispiel: Wenn Sie an französische Kunden verkaufen und diese Käufer mit Waren beliefern, die schon in Frankreich lagern, tätigen Sie einen Inlandsverkauf in Frankreich und müssen sich folglich in Frankreich umsatzsteuerlich registrieren.

Wenn Sie an Geschäftskunden (B2B-Kunden) in einem anderen EU-Land verkaufen, müssen Sie keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen, wenn eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt ist. Im Vereinigten Königreich sind dies folgende Voraussetzungen, wie auf der Website der HMRC ausgeführt:

  • Bei der Lieferung aus dem Vereinigten Königreich an einen Kunden in einem anderen EU-Land beträgt die Umsatzsteuer 0 %, wo:
  • Sie auf Ihrer Umsatzsteuer-Rechnung die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer Ihres Kunden einschließlich der aus 2 Buchstaben bestehenden Landeskennung angeben und
  • die Waren aus dem Vereinigten Königreich an einen Zielort in einem anderen EU-Land gesendet oder transportiert werden und
  • Sie einen rechtsgültigen kommerziellen Nachweis erhalten und aufbewahren, aus dem hervorgeht, dass die Waren innerhalb der von der HMRC festgelegten Fristen das Vereinigte Königreich verlassen haben.

Es gibt eine Anzahl weiterer Voraussetzungen, die zu erfüllen sind, wie zum Beispiel zusätzliche spezifische Anforderungen bezüglich der Rechnungsstellung. Deshalb empfehlen wir Ihnen, einen Steuerberater zu konsultieren, bevor Sie Verkäufe an Geschäftskunden in einem anderen Land der EU tätigen.

Außerdem müssen weitere ergänzende Dokumente eingereicht werden, wie zum Beispiel eine EC Sales List bzw. Zusammenfassende Meldung (ein regelmäßiger Bericht an die HMRC, in dem die gesamten innergemeinschaftlichen Verkäufe aus dem Vereinigten Königreich an umsatzsteuerlich registrierte Kunden in anderen EU-Ländern aufgeführt werden).

Sobald Sie umsatzsteuerlich registriert sind und im Zuge Ihrer geschäftlichen Aktivitäten britische Umsatzsteuer entrichten, können Sie diese Umsatzsteuer über Ihre Umsatzsteuererklärung rückvergütet bekommen, d. h. die bei Ihren Käufen/Kosten angefallene Umsatzsteuer kann mit der Umsatzsteuer verrechnet werden, die für Ihre Verkäufe fällig ist. Umsatzsteuer, die auf Kosten anfällt, wird Eingangsumsatzsteuer genannt. Es besteht die Möglichkeit der Umsatzsteuererstattung außerhalb des britischen USt-Erstattungsprozesses, wenn Sie keinen Geschäftssitz im Vereinigten Königreich haben und sich nicht im Vereinigten Königreich registrieren müssen. Falls dies auf Sie zutrifft, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Steuerberater zu wenden, um Einzelheiten bezüglich der zu erfüllenden Formalitäten zu erfahren.

Wenn Sie Waren im Vereinigten Königreich verkaufen, hängt der Prozentsatz der Umsatzsteuer von der Art der von Ihnen verkauften Waren ab. Derzeit sind die geltenden Umsatzsteuersätze 20 %, 5 % oder 0 %. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die überwiegende Mehrheit der im Vereinigten Königreich verkauften Waren dem Steuersatz von 20 % unterliegt. Bitte wenden Sie sich an Ihren Steuerberater, wenn Sie nicht sicher sind, welchen Steuersatz Sie bei Ihren Produkten anwenden müssen.

3.2. Unternehmen, die außerhalb der EU ansässig sind

Falls Sie Waren in die EU für den Weiterverkauf importieren, müssen Sie Einfuhrumsatzsteuer (und möglicherweise Einfuhrzoll) an die Steuerbehörden des Landes abführen, in das die Waren eingeführt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie sich umsatzsteuerlich registrieren müssen, wenn Sie Waren in einem EU-Land lagern. Es gibt viele Möglichkeiten, die Einfuhrumsatzsteuer zu strukturieren und zu bezahlen. Falls Sie hierzu eine ausführlichere Beratung benötigen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Steuerberater mit Erfahrungen in der Umsatzsteuer des Vereinigten Königreichs zu wenden.

Tipp: Wenn Sie auf mehreren europäischen Amazon Marketplace-Sites verkaufen, beachten Sie bitte, dass Sie in verschiedenen EU-Ländern umsatzsteuerpflichtig sein können und daher möglicherweise verschiedene Umsatzsteuer-Identifikationsnummern in verschiedenen Ländern beantragen müssen. Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihren umsatzsteuerlichen Pflichten in der EU an Ihren Steuerberater.

Wenn Sie Waren im Vereinigten Königreich lagern und diese Waren an Kunden verkaufen und liefern, die im Vereinigten Königreich ansässig sind, müssen Sie sich unverzüglich im Vereinigten Königreich umsatzsteuerlich registrieren (ab dem Augenblick, in dem die Waren im Vereinigten Königreich eintreffen). Bitte beachten Sie, dass ein außerhalb der EU ansässiges Unternehmen eventuell auch einen Steuervertreter im Vereinigten Königreich ernennen muss. In gleicher Weise verhält es sich, wenn Sie Waren in einem anderen EU-Land lagern. Dann müssen Sie sich auch in diesem Land für die Umsatzsteuer registrieren.

Wenn Sie Waren im Vereinigten Königreich lagern und diese Waren an Kunden verkaufen und liefern, die im Vereinigten Königreich ansässig sind, müssen Sie sich sofort umsatzsteuerlich registrieren. Der Grund dafür ist, dass der inländische Schwellenwert für die Umsatzsteuerregistrierung im Vereinigten Königreich nur für Personen gilt, die einen Geschäftssitz im Vereinigten Königreich haben. Bitte beachten Sie, dass ein außerhalb der EU ansässiges Unternehmen eventuell auch einen Steuervertreter im Vereinigten Königreich ernennen muss. Wenn Sie Waren im Vereinigten Königreich lagern und diese Waren an Privatpersonen in anderen EU-Ländern verkaufen und liefern (dies wird oft als grenzüberschreitender Fernabsatz bezeichnet), müssen Sie sich möglicherweise auch in den EU-Ländern für die Umsatzsteuer registrieren, in denen die Waren in Empfang genommen werden. Näheres über die geltenden Fernabsatz-Schwellenwerte in den verschiedenen EU-Ländern erfahren Sie in Abschnitt 1.1 der Umsatzsteuer-FAQ.

Falls Sie Waren in die EU für den Weiterverkauf importieren, müssen Sie Einfuhrumsatzsteuer (und möglicherweise Einfuhrzoll) an die Steuerbehörden des Landes abführen, in das die Waren eingeführt werden. Es gibt viele Möglichkeiten, die Einfuhrumsatzsteuer zu strukturieren und zu bezahlen. Falls Sie hierzu eine ausführlichere Beratung benötigen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Steuerberater mit Erfahrungen in der Umsatzsteuer des Vereinigten Königreichs zu wenden.

3.3. Unternehmen, die in einem EU-Land ansässig sind

Wenn Sie Produkte aus einem EU-Mitgliedstaat in einen anderen verkaufen, sollten Sie sich bewusst sein, dass der Steuersatz von Land zu Land verschieden sein kann. Wenn Sie Ihre Waren in einem Land der EU lagern, müssen Sie sich in diesem EU-Land umsatzsteuerlich registrieren, sobald Ihr Umsatz den Schwellenwert für die Umsatzsteuerregistrierung übersteigt (sofern es einen solchen Schwellenwert gibt). Wenn Sie außerdem Ihre eigenen Waren aus einem Land der EU in ein anderes EU-Land transferieren oder wenn Versand durch Amazon Ihre Waren aus einem Logistikzentrum in ein anderes Land überführt, wo Ihre Produkte gelagert werden, kann dieser Transfer ebenfalls als umsatzsteuerpflichtige Transaktion behandelt werden. Sie sind dafür verantwortlich, allen geltenden Umsatzsteuerpflichten in den Ländern der Amazon Marketplace-Websites, in Ländern, aus denen Sie Ihre Produkte versenden, in Ländern, in Sie Ihre Produkte liefern bzw. versenden, sowie in weiteren Ländern (z. B. Einfuhrland im Fall des Imports von Produkten von außerhalb der EU) nachzukommen. Bitte beachten Sie hierzu auch den vorstehenden Abschnitt über den grenzüberschreitenden Fernabsatz. 

Tipp: Wenn Sie auf mehreren europäischen Amazon Marketplace-Sites verkaufen, beachten Sie bitte, dass Sie in verschiedenen EU-Ländern umsatzsteuerpflichtig sein können und daher möglicherweise verschiedene Umsatzsteuer-Identifikationsnummern in verschiedenen Ländern beantragen müssen. Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihren umsatzsteuerlichen Pflichten in der EU an Ihren Steuerberater.

Wenn Sie Waren im Vereinigten Königreich lagern und diese Waren ausschließlich an Kunden verkaufen und liefern, die im Vereinigten Königreich ansässig sind, müssen Sie sich umsatzsteuerlich registrieren, sobald Ihre Verkäufe den britischen Schwellenwert für die Umsatzsteuerregistrierung überschreiten.

Wenn Sie diese Waren zusätzlich an Verbraucher in anderen EU-Ländern verkaufen und liefern (dies wird oft als grenzüberschreitender Fernabsatz bezeichnet), müssen Sie sich möglicherweise auch in den EU-Ländern für die Umsatzsteuer registrieren, in denen die Waren in Empfang genommen werden. Näheres über die geltenden Fernabsatz-Schwellenwerte in den verschiedenen EU-Ländern erfahren Sie in Abschnitt 1.1 der Umsatzsteuer-FAQ.

Wenn Sie Waren in einem anderen Land der EU lagern und diese Waren an Privatpersonen verkaufen, die im Vereinigten Königreich ansässig sind, müssen Sie sich im Vereinigten Königreich für die Umsatzsteuer registrieren, wenn Sie den britischen Fernabsatz-Schwellenwert überschreiten. Falls Sie Waren in einem anderen EU-Land lagern und Ihre eigenen Waren an einen Lagerort im Vereinigten Königreich transferieren (entweder unter Ihrer eigenen Regie oder via Amazon), kann sich die Notwendigkeit der Umsatzsteuerregistrierung im Vereinigten Königreich ergeben.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite stellen keine steuerliche, rechtliche oder sonstige professionelle Beratung dar und dürfen nicht als solche verwendet werden.

Shipping Product Units to Amazon

There are two options for packing products to be sent to an Amazon Fulfilment Centre:

  • Individual Items: Each box will contain one or more items of varying quantities and conditions.
  • Case-Packed Items: All items in a box will have matching SKU and condition. All boxes with the same item will contain equal quantities of that item in each box. While receiving this type of shipment, the Fulfilment Centre scans one unit from the box and the box is placed in inventory. There is no need to scan every unit because they are all the same.

Please note that a shipment can consist of either Individual Items or Case-Packed Items. If your inventory includes both, they will need to be sent in separate shipments.

When you create a new shipment through the “Send/replenish inventory” option in the Inventory Amazon Fulfils page of your Selling Account, or you work on an existing shipment not yet completed, you enter what is called the “shipping workflow”. This tool, which will guide you through the preparation of your shipment to an Amazon Fulfilment Centre, consists of several steps that enable you to customise your shipment based on your selections within each step. One of these steps will prompt you to select a shipping method among these:

  • Small Parcel Deliveries (SPDs) consist of units packed in individual boxes and individually labeled for delivery.
  • Less Than Truckload (LTL) shipment combines individual boxes on pallets for delivery. The truck might contain shipments to other destinations.
  • Full Truckload (FTL) shipments combine individual boxes on pallets for delivery. The truckload consists of inventory from only one shipment with one destination.

Fulfilment by Amazon Shipping and Routing Requirements apply to all boxes shipped to Amazon Fulfilment Centres whether by Small Parcel Delivery or LTL/FTL. Please read these requirements carefully to ensure your shipment is successfully received into the Fulfilment Centre.

Once you have chosen your shipping method, and you ship to us with any common carrier, you will be then able to enter the following references received from your carrier in the “shipping workflow” in order to enable tracking of your items in-transit:

  • the tracking number(s) for Small Parcel Deliveries
  • the bill of lading (BOL) number and the pro/freight bill number for LTL/FTL shipments

To avoid disappointment, we strongly recommend you use a reputable carrier company to deliver shipments on your behalf. Private domestic vehicles are not allowed to make deliveries to Amazon's Fulfilment Centres.

If you choose a Small Parcel Delivery, you will need to print packing slips and shipping labels (one per box) from the “shipping workflow.” The packing slip must be placed inside the box on top of your items so that it will be visible when opened at the Fulfillment Centre. Shipping labels containing the destination address and return address should be affixed to the outside of each sealed box in addition to the carrier label.

For a Less-Than-Truckload shipment, you will need to print box labels (one per box) and place them on the outside of each box so that they will be visible when unpacking the pallet at the Fulfilment Centre. In addition, pallet labels must be affixed to the top-centre of all four sides of each stretch-wrapped pallet.

Adhesive blank labels can be found at any office supply store, or you can purchase it on any Amazon website.

No. Sellers with shipments that originate from overseas will need to arrange the import and customs clearance of the shipment, and then arrange for the delivery to our facility. Amazon may not be used as the consignee, importer of record or final address when shipping from overseas.

Less than truckload (LTL) and Full Truckload (FTL) shipments require delivery appointments. Otherwise, the Fulfilment Centre may refuse to accept the shipment.

To schedule a delivery appointment with the Fulfilment Centre, you will need to download the Fulfilment by Amazon Booking Form , fill it out and e-mail it to your carrier. You will need the PO Number to complete the form. You can locate the PO number in the Shipping Queue of your Amazon Seller Account under the “Amazon Reference ID.” Your carrier will e-mail the completed form to the desired Fulfilment Centre, and they will respond to your carrier within 24 hours to determine the best delivery timing.

Most carriers assume limited liability for damage or loss in transit depending on the cause. If your units are damaged, we recommend filing a damage claim with your carrier. Amazon is not responsible for damage during shipment to a Fulfilment Centre.